Ein Projekt von

Sichtbar machen 2021

Kultursommer im öffentlichen Raum

Nach vielen Monaten Pandemie spüren wir sie alle: die Sehnsucht nach Kunst und Kultur, nach kreativer Auseinandersetzung. Wir haben uns zusammengetan und entschieden – wir machen das jetzt. Wir organisieren einen Kultursommer für Frankfurt und bringen das Theater, die Kunst wieder in den öffentlichen Raum. Drei Monate, von Juli bis September, wollen wir die Stadt mit über 130 Veranstaltungen beleben. Denn es gibt sie, die Freiräume, die Risse im Asphalt und die Möglichkeiten, auch mit Covid-19 sicher zusammenzukommen.

SICHTBAR MACHEN – das heißt den Blick von der Ferne zurück hierher in unseren Lebensraum zu lenken, auch in diesem Jahr die Bühne zu öffnen für all jene, die hier in Frankfurt, in Hessen freie Kunst & Kultur schaffen. Wir freuen uns, diesen Raum mit Euch zu nehmen und zu füllen mit Themen, Performance und unserer Solidarität.

20 Jahre Sommerwerft

Zum 20. Mal verwandelt protagon e.V. das Mainufer im Frankfurter Osten in einen Begegnungsraum voller Theater, Performance, Konzerten, Workshops, Symposien und vielem mehr. Überregional bekannt ist das Festival nicht nur für das hochwertige Programm, sondern auch für die besondere Atmosphäre der Gemeinschaftlichkeit und Solidarität.

Wir freuen uns, mit einem ausgefeilten Hygienekonzept diese gemeinsame Zeit wieder mit Euch erleben und teilen zu dürfen. Es erwarten Euch 17 Tage kulturelle Auseinandersetzungen mit einer Prise künstlerischer Community, dem Blick auf die Skyline, unter freiem Himmel und am strömenden Fluss.

In diesem Jahr widmet sich das Sommerwerft-Festival vorrangig der regionalen Kultur-Szene: „90% der Auftritte werden von Künstler:innen aus Frankfurt und Hessen bestritten, die durch ein Open-Call Verfahren ausgewählt werden“, erklärt Bernhard Bub, künstlerischer Leiter des Festivals.

In bester Tradition unseres Geburtstagskindes Sommerwerft freuen wir uns auch in diesem Jahr wieder sehr auf zahlreiches Mitwirken der Frankfurt:innen, denn der Gedanke einer Sommerwerft von Menschen für Menschen (aus Frankfurt) bleibt zentral. Deshalb seid Ihr herzlich dazu aufgerufen, den Sommer gemeinsam mit uns kulturell zu gestalten und wieder bei der Sommwerft mitzuwirken.

TheaterMobil – KlimaX

Juli – September

Mit TheaterMobil bringen wir das Theater, zusammen mit dem antagon Ensemble, in die Lebensräume der Menschen: An 12 Tagen werden die Bewohner:innen Frankfurter Stadtteile und hessischer gemeinden auf eine szenische Reise eingeladen. Eine TheaterAKTion auf der Straße hin zu einem Aufführungsort, einem kulturellen Freiraum mit einer 50-minütigen Liveperformance.

In ausdrucksstarten Bildern und Livemusik beschäftigen wir uns mit dem Klima IN und UM unsere Lebensrealität.

Aktuelle Daten und Schauplätze findet Ihr auf der Antagon Website und auf Facebook.

© Jürgen Gries

Internationales Frauen* Theater-Festival

13.09. – 19.09.

Die fünte Edition lädt alle Frauen* ein, ihre Position und Perspektiven zum Thema „Womxn Performing Selves“ in künstlerischer Arbeit zu teilen. Mit dem Ziel der vielfältigen Darstellung von Frauen* werden wir dieses Jahr den Festival Rahmen um performing arts im öffentlichen Raum erweitern.

Das Internationale Frauen* Theater-Festival ist Teil des Magdalena Projects, ein dynamisch-interkulturelles Netzwerk für theaterinteressierte Frauen*. Im Fokus steht die Auseinandersetzung in der Darstellenden Kunst, mit Austausch von Erfahrungen in der Praxis, Theater und Tanz Workshops und auch wissenschaftlicher Forschung, sowie Freiraum für Diskussion und Reflexionen über Geschlechtergerechtigkeit. Das Festival ist eine Plattform feministischer Künste für Alle.

Weitere Informationen findet Ihr auf der IFTF Website.

© Barbara Walzer

Unsere Partner:innen stellen sich vor

antagon TheaterAKTion

Antagon theaterAKTion ist ein Theater, das vor 30 Jahren (1990) von Bernhard Bub gegründet wurde. Es ist eines der größten und bekanntesten freien Theaterensembles in Deutschland. Die Theatergruppe lebt und arbeitet im Kollektiv im Osten Frankfurts. Antagon verwendet eine nonverbale, emotionale Art der Kommunikation, die unbeschreiblich ist. Daher können Antagon-Shows weltweit verstanden werden. Tatsächlich spielte das Ensemble bereits in vielen Ländern wie Kamerun, Laos, Kuba, Costa Rica, Mexiko, Iran, Armenien, Kasachstan, Brasilien, Singapur, Russland… und in fast allen Ländern Europas. Vom ersten Tag an bestand das Konzept darin, den Menschen im öffentlichen Raum Theater und Tanz näher zu bringen und diese Orte in kulturelle Orte zu verwandeln.

Ein Höhepunkt der Arbeit von antagon war die Präsentation der Produktion „Ginkgo – Theater über die Hoffnung“ auf der Expo 2008 in Zaragoza, Spanien. 2011 war antagon in Mexiko auf Tournee und trat beim größten Theaterfestival Mittelamerikas (Cervantino, Guanojuato) auf. Seit 1990 waren über 300 Personen in der Gruppe und mit ihr auf der Bühne. Kinder wurden geboren, mehr Projekte und neue Gruppen sind entstanden.

© Edith van den Elzen

Das Theaterhaus Ensemble

Das Theaterhaus Ensemble (TH_E) macht schon mehr als 20 Jahre Theater für junges Publikum. Unsere Vorstellungen sind leicht zugänglich für alle und gleichzeitig eine Herausforderung: komplexe Geschichten in einer komplexen Welt, fantasievoll und transparent erzählt. Unser Zuhause ist das Theaterhaus in Frankfurt, aber in der Pandemiezeit haben wir uns eine mobile Open Air Bühne angeschafft, mit der wir unsere Stücke auch im Freien spielen können. Sofort entstand die Idee, mit den Kolleg:innen von antagon und der Sommerwerft zu kooperieren und auf unserer Bühne ein großes Theaterprogramm für Kinder zu organisieren.

So steht unsere Bühne nun vom 23. Juli bis 8. August auf dem Sommerwerftgelände. Als KidStage/ KinderTheaterbühne bietet sie 9 freien Theatergruppen aus Hessen und Umgebung die Möglichkeit, ihre Stücke vor ein junges Sommerwerftpublikum zu bringen.

Pupille Kino

Die Geschichte des Uni-Kinos PUPILLE an der Goethe-Universität in Frankfurt geht zurück bis in das Jahr 1951. Die Anfänge gehen auf eine studentische Initiative zurück, die unter dem Namen „Film-Studio Semester-Schauen“ produzierte und im Studierendenhaus aufführte. Nach wechselvoller Geschichte übernahm das Kino schließlich den Namen dieser Reportage-Filme: Pupille. Inzwischen ist das Uni-Kino als gemeinnütziger Verein organisiert. Das Programm wird regelmäßig mit dem Hessischen Kinokulturpreis ausgezeichnet.

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